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Was ich aus dem Buch Exodus lernen kann

  • 4. Feb.
  • 3 Min. Lesezeit

Ich lese gerade das Buch Exodus und wie immer fallen mir einige Passagen besonders auf, obwohl ich sie schon mehrmals gelesen habe. Mir war zum Beispiel nie bewusst, wie hoch Mose am Hof ​​des Pharao und beim ägyptischen Volk geachtet wurde.

 

„Der Herr schenkte dem Volk Gunst bei den Ägyptern. Auch Mose selbst wurde im Land Ägypten hoch geschätzt, sowohl von den Dienern des Pharao als auch vom Volk.“ (Exodus 11,3)

 

Das hat mich über Führung nachdenken lassen. Ein schlechter Anführer kann seine Untergebenen in große Gefahr bringen. Die Diener des Pharao und die Ägypter schätzten Mose, höchstwahrscheinlich, weil sie von den Zeichen und Wundern, die er durch den allmächtigen Gott vollbrachte, beeindruckt waren. Doch das Herz des Pharao war Mose und seinen Bitten gegenüber verhärtet. Es ist jedoch wichtig zu verstehen, dass Gott das Herz des Pharao aus einem bestimmten Grund verhärtete: um sein Volk aus der Sklaverei zu befreien. Wegen der Verhärtung des Pharao litten die Ägypter unter vielen Plagen und verloren schließlich ihre Erstgeborenen. Ein unweiser Anführer kann eine Familie, eine Gemeinde, ein Unternehmen, eine Gemeinschaft oder ein ganzes Land zerstören. Eltern, Pastoren, Vorgesetzte oder Politiker können genau jenen Menschen, für die sie eigentlich sorgen sollen, Unheil bringen. Deshalb sind Anführer mit Gottes Weisheit so wichtig, denn sie können einen bleibenden Eindruck hinterlassen, der Generationen zum Guten wie zum Schlechten prägen kann.

 

Da sprach der Herr zu Mose: „Der Pharao wird nicht auf dich hören, und so werden meine Wunder im Land Ägypten noch zahlreicher werden.“ Mose und Aaron vollbrachten all diese Wunder vor dem Pharao; doch der Herr verhärtete das Herz des Pharao, und er ließ die Israeliten nicht aus seinem Land ziehen. (2. Mose 11,9-10)

 

Gott sei Dank kann Gott auch dann noch Wunder wirken, wenn ein Anführer schlecht ist. Daher spielt es keine Rolle, ob man eine Führungskraft für gut oder schlecht hält; man muss für sie beten. Das Gebet hilft uns, im Einklang mit Gott zu bleiben, ungeachtet der Konsequenzen, die uns trotz der Führung, der wir unterstehen, begegnen. Nichts ist dem Herrn unmöglich, deshalb müssen wir im Gebet ausharren, in welcher Situation wir uns auch befinden.

 

Vor allem aber ermahne ich euch, für alle Menschen zu beten, für Könige und alle, die in hoher Stellung sind, damit wir ein ruhiges und friedliches Leben führen können, in aller Frömmigkeit und Ehrbarkeit. Das ist gut und wohlgefällig vor Gott, unserem Retter, der will, dass alle Menschen gerettet werden und zur Erkenntnis der Wahrheit gelangen. (1. Timotheus 2,1-4)

 

Wir sollten für diejenigen beten, die in Autorität stehen, dass sie gerettet werden und in Frömmigkeit und Würde führen. Wenn Führungskräfte gegen Gottes Willen handeln, werden früher oder später nicht nur sie selbst, sondern auch diejenigen, die ihnen unterstehen, die Konsequenzen tragen müssen.

 

Denn der HERR wird durchziehen, um die Ägypter zu schlagen. Und wenn er das Blut an der Türschwelle und an den beiden Türpfosten sieht, wird der HERR an der Tür vorübergehen und dem Verderber nicht erlauben, in eure Häuser einzudringen, um euch zu schlagen… Um Mitternacht aber schlug der HERR alle Erstgeborenen im Land Ägypten, vom Erstgeborenen des Pharao, der auf seinem Thron saß, bis zum Erstgeborenen des Gefangenen im Kerker und alle Erstgeborenen des Viehs. Der Pharao stand mitten in der Nacht auf, er und alle seine Diener und alle Ägypter, und es erhob sich ein großes Geschrei in Ägypten, denn es gab kein Haus, in dem nicht jemand tot war. 2. Mose 12,23.29-30

 

Die Israeliten hatten auf Moses’ Anweisungen gehört, die er vom HERRN empfangen hatte, und der Todesengel ging an ihren Häusern vorüber. Doch im ganzen Land waren Schreie zu hören, denn die Ägypter trauerten um den Tod aller Erstgeborenen, weil ihr Herrscher, der Pharao, den Anweisungen des HERRN nicht gefolgt war. Hätte er die Israeliten doch nur früher ziehen lassen, dann wären ihre Erstgeborenen nicht getötet worden. Doch der Pharao war stur und unzuverlässig. Er versprach, die Israeliten ziehen zu lassen, um das Unheil abzuwenden, das Gott durch Mose und Aaron über das Volk bringen würde. Doch sobald sich die Lage beruhigte, änderte er seine Meinung. Wie man so schön sagt: „Er redete mit gespaltener Zunge“, was seinem Volk nur noch mehr Leid einbrachte. Leider müssen Menschen die Folgen schlechter Führung tragen, selbst wenn sie mit der Art und Weise, wie sie geführt werden, nicht einverstanden sind.

 

Ich lerne gerade viel über Führung aus dem Buch Exodus. Einige der Lehren daraus sind:

 

  • Achte darauf, wem du folgst, sonst drohen dir schlimme Konsequenzen.

  • Wähle Führungskräfte, die gottgefällige Eigenschaften besitzen, vertrauenswürdig sind und sich von Gott leiten lassen.

  • Viele Menschen können sich ihre Führungskräfte nicht aussuchen, aber es ist dennoch sehr wichtig, für gottgefällige Weisheit ihrer Führungskräfte zu beten.

 

Doch egal, was die Führungskraft tut, wir alle müssen sicherstellen, dass wir Gottes Weg folgen.

 


 
 
 

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